Streng Geheim

Hey, ich denke, du solltest nun ein wenig mehr über mich erfahren. Bislang weist du, dass es Döner Hawaii als ein Gericht gibt, welches viele nicht mögen. Immerhin ein Anfang. Ich möchte von vorne beginnen, damit du die gesamte Geschichte erfährst.  Alles hat damit begonnen, dass ich gemeinsam mit meiner Familie, meinem Vater und meiner Mutter in einem schönen Dorf wohnte. Die Einwohner waren herzlich und die Wirtschaft blühte. Es war am späten Nachmittag, als wir unsere Koffer packten und uns auf den anstehenden Urlaub vorbereiteten. Ich packte gerade meine Badehose in die Tasche, als es an der Tür klopfte.  

Es war ein Mann mittleren Alters, kein ungewöhnlicher Typ. Mein Vater öffnete die Tür, meine Mutter war im Wohnzimmer. Ich lauschte, denn wir bekamen nur selten Besuch. Der Mann stand erst einige Zeit  vor der Tür und sprach mit meinem Vater. Dann Geräusche. Etwas tat sich im Flur. Ich wurde unruhig und stand auf, ging zu meiner verschlossenen Zimmertür und legte die Hand auf die Klinke. 

 Ich hörte ein klicken, die Tür war wieder zu. Ich trat zurück an mein Bett, wollte mich hinsetzen und dann wieder merkwürdige Geräusche. Ein Lautes und zwei leisere. Danach Stille.Ich setzte mich hin und wollte meine Tasche zu Ende packen. Plötzlich ging meine Tür auf. Es stand eine Person im Rahmen. Ich kannte die Person nicht, aber ich wusste, dass etwas nicht stimmte. Unbehagen machte sich bei mir breit. Warum ist jemand bei uns und dann auch noch in meinem Zimmer? Ich trat einen Schritt zurück und ging gedanklich mein Zimmer durch. Ohne den Blick von der Person abzuwenden, überlegte ich, was in meiner Reichweite stehen könnte. Etwas kleines Schweres zum Werfen. Der Mann machte einen Schritt in den Raum, noch immer hatte er nichts gesagt. Sein Auftreten war selbstbewusst und forsch. Er fixierte mich mit seinem Blick und ohne diesen abzuwenden ging er noch einen Schritt, dann noch einen, bis er gegen meine Bettkante stieß.Er wandte den Blick ab, nur kurz, aber ich nutzte diese Gelegenheit und drehte mich um, hechtete zum Fenster, griff mir den kleinen Wecker mit Glocken, den mir einst mein Großvater schenkte und warf ihn nach der Person. Diese hatte sich aber bereits von dem leichten Zusammenstoß erholt und war mir gefährlich nah. Der Topf verfehlte nur knapp seine Hand, die er nach mir ausstreckte.  Dann ging alles ganz schnell. Seine Hand erreichte mich und er schleuderte mich zu Boden. Ich versuchte mich noch wegzudrehen, dann wurde mir Schwarz vor Augen. Ich wurde entführt!

Meine Entführer habe ich nur selten gesehen. Die meiste Zeit habe ich in einem dunklen Raum verbracht. Er muss unter der Erde gewesen sein. Viele viele Meter tief unter der Erde. Damals konnte ich entfliehen, doch man sucht mich noch immer.

Um kein weiteres Aufsehen zu erregen, muss ich erst einmal wieder untertauchen. Ich würde dich bitten, mir zu helfen und aufzudecken, was hier vor sich geht. Details kann ich dir zum aktuellen Zeitpunkt zwar nicht geben, aber du erfährst in meinem geheimen Kommentar mehr. Such ihn und finde den Ort, an dem man mich festgehalten hat! Ich melde mich.

(Hinweis)

Wir Rasieren die Ananas

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